Wie dem auch sei, die „AfD Freie Wähler“ gibt es bisher weder in Pirna noch sonst irgendwo. Auch mit der korrekten Wiedergabe von Zitaten aus Redetexten hat der Mann vom Deutschlandfunk so seine liebe Not – entweder aus einem gewissen intellektuellen Unvermögen heraus oder in der Absicht, die Dinge für beabsichtige Botschaft passend zu machen.
„Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland. Es wird wieder Politik für die Mehrheit der Bevölkerung gemacht, die gerade denkt und ‚alle Tassen im Schrank‘ hat und nicht ‚für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt‘.“ So AfD-Fraktionsvorsitzender Bodo Herath im Originalton.
In seinem DLF-Bericht über die Sonderstadtratssitzung vom 10. März kommt bei Moritz heraus: „AfD-Fraktionschef Bodo Herath stellte seine Partei als Vollstrecker des Mehrheitswillens dar. Nun sei Schluss mit Politik für diejenigen, die – Zitat – ’nicht mehr alle Tassen im Schrank haben‘.“ Da ist bei Moritz wohl reichlich Geschirr gepurzelt.
Hinzu kommt, das von Herath vorgetragene Zitat stammt vollständig aus dem Mund von Kanzlerkandidat Friedrich Merz, gesprochen einen Tag vor der Bundestagswahl 2025 und sollte die CDU-Stadträte an die gebrochenen Versprechen ihrer Partei erinnern. Das ging aus der Rede des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat auch ganz klar hervor.
Richtig beobachtet hat Moritz dagegen den Abgang von CDU-Stadtrat Peter Baldauf – und damit den Unterhaltungshöhepunkt des Abends. Der hatte mit den Worten, „man könne sich diesen Quatsch nicht mehr anhören“ den Saal vorzeitig verlassen. Frei übersetzt: Baldauf und seine Fraktionskollegen halten ihren Friedrich für einen Quatschkopf.
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