Hier ein Auszug ihres Schaffens: „Entscheidend ist doch, ob ein Veranstalter einen Markt oder ein Fest organisieren kann, das eine vernünftige Atmosphäre bietet und verschiedene Debatten und Blickwinkel ermöglicht. Nun gibt es aber im Stadtrat Mandatsträger*innen“ fährt sie fort, „die ganz bestimmte Vorlieben und Vorstellungen haben, wie ein solcher Markt auszusehen hat.“
So ist es. Und weil die AfD den Hinweis auf unterschiedliche Blickwinkel in Debatten ernstnimmt, hatte sich deren Kreistagsfraktion bereits 2022 um die Markt-Teilnahme beworben. Antwort: „Da es sich beim Fest ‚Markt der Kulturen‘ um eine Veranstaltung mit lokalem Charakter handelt, können wir Fraktionen des Kreistages grundsätzlich keine Zusage erteilen. Ihre Teilnahme ist daher nicht möglich.“
Auf der Website des Marktes heißt es übrigens: „Informationsstände geben Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten des Engagements und Miteinanders im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Begleitet wird der Tag von kulturellen Beiträgen und Mitmachangeboten aus der Region. Das Programm nimmt alljährlich Bezug auf die Geschehnisse unserer Zeit und bietet Gesprächs- und Kontaktmöglichkeiten.“
Vielleicht können die Grünen, sonstige Linke einschließlich CDU und insbesondere Bärbel Falke jetzt besser nachvollziehen, weshalb nicht nur wir, sondern auch eine weitere Fraktion im Stadtrat den Charakter des Marktes oder das, was seine Betreiber daraus gemacht haben, für nicht weiter aus öffentlichen Kassen förderfähig halten. Vorschläge, das zu ändern, lagen vor. Das Interesse daran: Weniger als null.
Deshalb gilt, liebe Bärbel Falke, und dafür zitieren wir Sie noch einmal: „Wichtig für das Zusammenleben in unserer Stadt ist, dass es offene Räume gibt, in denen wir gesellschaftlich aushandeln können, was uns wichtig ist.“ So ein Raum ist der Stadtrat. Und wenn dort ihre Partei- und Fraktionsfreunde nicht permanent ideologische Schlachten führen würden, wäre vieles einfacher. Auch für den Markt der Kulturen.


