Ein hoffnungsvoller Abend für den Adler

Der Stadtrat hat am Dienstag nach ausführlicher Diskussion den Weg freigemacht für die Wiederauferstehung des Hotels „Zum Schwarzen Adler“ samt seines wertvollen historischen Jugendstilsaals. Das gelang trotz jahrelanger Blockade der CDU und eines von ihr auf den sprichwörtlich letzten Metern eingebrachten unsinnigen Änderungsantrages. Letztlich überwiegt die Freude über die nun zum Greifen nahe städtebauliche Aufwertung im Herzen unserer Stadt.

Wir dokumentieren hier die Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Bodo Herath zu diesem Tagesordnungspunkt:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Kollegen,
geschätzte Gäste,

wir haben heute die Chance einen Grundsatzbeschluss zur Nutzung des historischen Saales im Rahmen des Investitionsvorhabens ‚Hotel Schwarzer Adler‘ zu fassen. Warum der ‚Schwarze Adler‘ seinerzeit nicht Bestandteil des Fördergebietes ‚Friedenspark‘ wurde, verstehe ich bis heute nicht. Zumal immer die Gefahr bestand, dass der alte ‚Adler‘ komplett zur Ruine verkommt. Oder gar als weiteres Spekulationsobjekt unserer Stadt, sowas soll es ja geben, dahinsiecht.

Entscheidend für die Wende zum Guten war das Jahr 2020. Ich erinnere mich an den 8. Januar als ‚wir‘ uns spät abends trafen. Wir, das waren Ralf Böhmer und ich, beide ehrenamtlich im Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft und Christian Flörke, Geschäftsführer der SEP. Uns war klar, die SEP muss den ‚Adler‘ retten. Wenige Tage später dann der entscheidende Meilenstein, als wir im Rahmen des Neujahrsempfangs den Beschluss zum Erwerb unterzeichnen konnten.

Damit wurde der Grundstein für das gelegt, worüber wir heute – sechs Jahre später – entscheiden dürfen. Und genau das zeigt: Stadtentwicklung braucht einen langen Atem, Verlässlichkeit und den gemeinsamen Willen, Projekte auch wirklich zum Erfolg zu führen. Und dass dies auf ehrenamtlichem Wege, gepaart mit Engagement, möglich ist, haben wir bewiesen. Mit dem heutigen Beschluss setzen wir das fort, was wir damals begonnen haben.

Wir schaffen nicht nur die Grundlage für ein hochwertiges Hotelprojekt, sondern sichern zugleich die Nutzung eines historisch bedeutsamen Saales als kulturellen Ort für unsere Stadt. Gleichzeitig sehe ich uns als Stadtrat in der Verantwortung, auch das Umfeld mitzudenken. Der angrenzende Platz muss sich parallel zum Bauvorhaben so entwickeln, dass am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht – eine Einheit aus Hotel, öffentlichem Raum und Aufenthaltsqualität.

Hier entsteht eine Investition von über 40 Millionen Euro, von und durch private Akteure, welche nicht nur tief mit unserer Stadt verwurzelt sind, sondern auch hier wohnen. Eine bessere Konstellation kann es nicht geben. Das ist ein starkes Signal für Vertrauen in unsere Stadt. Unsere Fraktion setzt sich seit Jahren für dieses Vorhaben ein und nicht umsonst haben wir im Januar 2025 bereits einen Grundsatzbeschluss zum ‚Historischen Saal‘ im ‚Adler‘ auf den Weg gebracht.

Unser Antrag, hat es in der ursprünglichen Form nicht bis hier her geschafft, aber sei es drum! Jetzt haben wir die Möglichkeit, etwas Einmaliges für Pirna auf den Weg zu bringen. Ich finde: Darauf können wir gemeinsam stolz sein.

Nach oben scrollen