Vom Lastenrad zum Lästerrad

Ja, die Schadenfreude könnte groß sein. Denn eine Anfrage aus unserer Fraktion und aufgrund der zunächst halbseidenen Antwort aus der Verwaltung als Nachfrage von Oliver Schulz präzisiert, ergab, der Versuch, den städtischen Bauhof mit Hilfe von Lastenrädern auf den klimakorrekten Weg zu schieben, ist kläglich gescheitert. Und das bereits nach einem Jahr und nur ganz wenigen gefahrenen Kilometern.

Der entscheidende Satz in der zweiten Antwort von Baubürgermeister Markus Dreßler (CDU) lautet, „in der Praxis haben die Mitarbeiter die beiden Lastenräder nicht angenommen“. Kurz: Der Wasserkopf in der Verwaltung hat mal wieder den Traum von der Klimarettung aus Pirna heraus geträumt und der zerplatzte schnöde am harten Bauhofalltag. Derber formuliert, die Mitarbeiter haben offenbar den Mittelfinger gezogen.

Der Rest von Dreßlers Antwort ist teure, genauer, mehrere tausend Euro teure Folklore, weshalb sich die eingangs erwähnte Schadenfreude verbietet. „Sollte sich die Nutzung nicht intensivieren ist vorgesehen, das Lastenrad zu veräußern.“ Von so einem verlustreichen Ende ist auszugehen. Denn statt mit den Mitarbeitern „täglich vom Rathaus zum Bauhof zu sausen“ (SZ Pirna), rauschte das Rad schnurstracks in den Keller.

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