Zwischen Niedergang und Irrsinn

Nach unserem letzten Beitrag bleiben wir, weil es sich anbietet, einfach noch bisschen beim Thema „Bank“. Die auf dem Bild entdeckten wir kürzlich auf dem Postweg. Zugegeben, bei der farbigen Gestaltung haben wir ein wenig nachgeholfen. Das Original fristet trister sein Dasein und hat als Ruheort für ältere Menschen leider ausgedient.

Unser „nationalistisches“ Farbenspiel folgt nun zweierlei Überlegungen – zumindest, wenn wir es praktisch umsetzen würden. Erstens könnte es als unerhörte Provokation für die woken Geister im bunten Teil Pirnas schnell zur Sanierung der ramponierten Sitzgelegenheit führen – vermutlich in den Farben des Regenbogens.

Zweitens könnte das Stadtmöbel aber auch weiter unbeachtet vor sich hinsiechen. In diesem Fall ginge es in den passend abbröckelnden Farben als Mahn- oder Denkmal für den fortschreitenden Verfall unseres Landes durch: Früher eine sichere Bank, heute kaum noch wiederzuerkennen und von aller Welt belächelt bis bemitleidet.

Damit zum Irrsinn. Pirna hat im vergangenen Jahr für die Beschaffung einer (!) mobilen Fahrzeugsperre „zur Gewährleistung der Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen“ 25.000 Euro ausgegeben. Das ergab eine Anfrage unseres Fraktionskollegen Dolph Haupt. Wie viele Sitzbänke ließen sich wohl für diesen Betrag auf Vordermann bringen?

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